Schienentherapie

Unser Kauorgan muß im Laufe seines Lebens harte Arbeit vollbringen. Zum Beispiel kaut der Mensch in seinem Leben durchschnittlich

  • 45 Schweine oder
  • 10.000 Hähnchen oder
  • 1 Brot mit 4,5 km Länge.

Schienen werden eingesetzt, um Funktionsstörungen in diesem Bereich zu beheben. Sie kommen neben physikalischen, manualtherapeutischen und physiotherapeutischen Maßnahmen zum Einsatz.

Durch das allgemein bekannte „Knirschen“(Verschieben der Zähne gegeneinander) und „Pressen“(auf gegenüberliegende Zähne drücken) kommt es zu einer Überbelastung der Kaumuskeln und zum Abrieb der Zahnoberflächen. Ein unregelmäßiger Aufbiß beider Zahnreihen (Okklusionsstörung) führt ebenfalls zu Beschwerden an Zähnen, Kiefergelenk und Muskeln. Dies kann entstehen durch

  • nächtliches Knirschen > Streßabbau
  • schlecht sitzender oder fehlender Zahnersatz
  • falsche Füllungshöhe
  • Haltungsschäden (Wirbelsäule, Beckenschiefstand, unterschiedliche  Beinlänge).

Oftmals kompensiert unser Körper diese Funktionsstörungen, doch in ca 20% der Fälle gibt es krankhafte Beschwerden.

Symptome dazu sind

  • Knackgeräusche
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • Schmerzen an den Kaumuskeln
  • Migräne
  • Ohrenschmerzen
  • Sehstörungen
  • Zahnfleischschwund
  • Brüche von Füllungen

um nur einige zu nennen.

Zur Behebung dieser Beschwerden gibt es unterschiedliche Schienen. Sie sind für einen begrenzten Zeitraum einsetzbar und verändern die Stellung der Zähne nicht. Ihre Wirkung liegt in der Entlastung der Kiefergelenke und der Kaumuskeln und sie verhindern weiteren Zahnhartsubstanzverlust.

In bestimmten Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine einfache Schiene.

Es ist auch möglich, die Diagnose über ein elektronisches Meßgerät zu stellen. Die Funktionsstörung wird am PC aufgezeichnet, ausgewertet und ist in diesem Falle gut behandelbar (Arbeit mit DIR-System).

Diese Kosten übernimmt die Krankenkasse nicht.

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